Buch | Kapitel
Zur Evolution der Unternehmen als soziale Systeme
pp. 179-204
Abstrakt
Mittlerweile erweist es sich als schwierig von dem "St. Galler Ansatz" schlechthin zu sprechen. Seit Hans Ulrich in den sechziger Jahren die Erweiterung der betriebswirtschaftlichen Perspektive durch eine systemische Denkweise34 postuliert und ausgearbeitet hat, fühlen sich Autoren mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten dieser systemorientierten Managementtradition verpflichtet. Die Schwerpunktsetzungen reichen von Fragen der "Wirtschaftsethik" im Rahmen eines "konsensorientierten" Manage-ments bei Peter Ulrich35 über die Konzeption einer Integration der normativen, strategischen und der operationalen Managementebenen bei Gilbert Probst36 bis hin zu der vornehmlich neokybemetischen Perspektive bei Fredmund Malik37. Sicherlich beansprucht keiner der genannten Autoren die aufgezeigten Schwerpunkte exklusiv für sich. Inhaltlich ist vielmehr von fliefienden Übergängen auszugehen, die sich schließlich zu der Konzeption eines "ganzheitlichen" Managementmodells verdichten, in welcher der Aspekt der Systemintegration eine wichtige Rolle spielt.38 Im Zusammenhang mit einem evolutionären Theorievorschlag sind es u.a. Malik und Probst, die sich um konzeptionelle Innovationen in der betriebswirtschaftlichen Organisations- und Managementforschung bemühen. Unsere Erörterungen beziehen sich weitgehend auf diese beiden Au¬toren.
Publication details
Published in:
Hahmann Martin (2000) Komplementäre Managementdiskurse: Polarisierung oder Paradigmenvielfalt?. Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag.
Seiten: 179-204
DOI: 10.1007/978-3-322-99225-3_11
Referenz:
(2000) Zur Evolution der Unternehmen als soziale Systeme, In: Komplementäre Managementdiskurse, Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag, 179–204.


