Individuum – Individualismus – Individualisierung
Rationalität – Rationalismus – Rationalisierung. Verstehen – Verstehende Soziale Arbeit – Verstehende Soziale Arbeit verstehen
pp. 259-288
Abstrakt
Die Frage nach der Begründung für die Annahme eines handelnden Subjekts wird von Ronald Kurt sozialhistorisch beantwortet. Entsprechend skizziert er nachzeichnend die mitteleuropäische Ideengeschichte hin zu dem modernen Verständnis von Gesellschaft, in der die Individualität und das sich selbst bestimmende Subjekt den höchsten Wert im Alltag, in der Wissenschaft und in dem – hier exemplarisch behandelten Feld – der Sozialen Arbeit darstellten. Kurt prüft "drei Topoi soziologischen Denkens – die Theorie der Individualisierung, die Rationalisierungsthese und die Methode des Verstehens – auf ihre Relevanz für die Soziale Arbeit". So macht er deutlich, welche Konsequenzen die die Gesellschaft prägende Individualisierung für die Professionalisierung sozialer Arbeit hat und implizit stellt er heraus, dass das moderne Individuum ein Produkt soziohistorischer Wechselwirkungen ist.
Publication details
Published in:
Poferl Angelika, Schröer Norbert (2014) Wer oder was handelt?: Zum Subjektverständnis der hermeneutischen Wissenssoziologie. Dordrecht, Springer.
Seiten: 259-288
DOI: 10.1007/978-3-658-02521-2_14
Referenz:
Kurt Ronald (2014) „Individuum – Individualismus – Individualisierung: Rationalität – Rationalismus – Rationalisierung. Verstehen – Verstehende Soziale Arbeit – Verstehende Soziale Arbeit verstehen“, In: A. Poferl & N. Schröer (Hrsg.), Wer oder was handelt?, Dordrecht, Springer, 259–288.