Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

Buch | Kapitel

198229

Spielen, Jubeln und Feiern im Stadion

Robert Gugutzer

pp. 55-70

Abstrakt

Der Text geht der Frage nach, wie die baulich-räumliche Ordnung des Fußballstadions die rituellen Verkörperungen im Fußball beeinflusst, verändert, verstärkt, evoziert oder behindert. In Anlehnung an sozialphänomenologische, interaktionstheoretische und körpersoziologische Ansätze werden zunächst diejenigen rituellen Interaktionsformen herausgearbeitet, die das Ereignis "Fußballspiel" als gemeinschaftsstiftende "zentrierte Versammlung" hervorbringen und aufrechterhalten. Ein historischer Überblick zeigt anschließend den Wandel des Stadions von der Antike bis zur Gegenwart. In der Zusammenführung zeigt sich, dass heutige Fußballarenen von rituellen Verkörperungen des Individuellen geprägt sind, die – paradox genug – vergemeinschaftend wirken.

Publication details

Published in:

Gugutzer Robert, Staack Michael (2015) Körper und Ritual: Sozial- und kulturwissenschaftliche Zugänge und Analysen. Dordrecht, Springer.

Seiten: 55-70

DOI: 10.1007/978-3-658-01084-3_4

Referenz:

Gugutzer Robert (2015) „Spielen, Jubeln und Feiern im Stadion“, In: R. Gugutzer & M. Staack (Hrsg.), Körper und Ritual, Dordrecht, Springer, 55–70.