Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

Buch | Kapitel

204901

Die Spur des Anderen

Zum Zusammenhang von Verkennen und Anerkennen (Emmanuel Levinas)

Nicole Balzer

pp. 293-368

Abstrakt

Dass die philosophischen Thematisierungen des Anderen im 20. Jahrhundert nicht allein mit ungelösten intersubjektivitäts- und erkenntnistheoretischen Problemstellungen zusammenhängen, sondern auch in Erfahrungen begründet sind, wird wohl kaum deutlicher als an den Schriften des aus Litauen stammenden Philosophen Emmanuel Levinas. So begründen sich dessen unermüdlichen Versuche, die Frage nach dem Anderen unter dem Stichwort der alterité auszuarbeiten, zentral in den katastrophalen Erfahrungen der Menschenvernichtungen im 20. Jahrhundert. Das Leben von Levinas ist, so stellt Stephan Strasser pointiert heraus, "nicht nur ‚in Geschichten verstrickt", wie jedes Menschenleben, es ist in die Geschichte verstrickt, in die von Leidenschaften besessene, an ungeheuerlichen Katastrophen so reiche Geschichte Europas im 20. Jahrhundert" (Strasser 1983, 218).

Publication details

Published in:

Balzer Nicole (2014) Spuren der Anerkennung: Studien zu einer sozial- und erziehungswissenschaftlichen Kategorie. Dordrecht, Springer.

Seiten: 293-368

DOI: 10.1007/978-3-658-03047-6_5

Referenz:

Balzer Nicole (2014) Die Spur des Anderen: Zum Zusammenhang von Verkennen und Anerkennen (Emmanuel Levinas), In: Spuren der Anerkennung, Dordrecht, Springer, 293–368.