Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

Buch | Kapitel

221439

Einleitung

Sonja Gabbani-Hedman

pp. 1-8

Abstrakt

Das Leben in einer modernen Industriegesellschaft erfordert die Fähigkeit, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft trennen zu können. Mit dieser Dreiteilung wird Zeit gewöhnlich im Alltagsdiskurs — und nicht nur dort — assoziiert. Wie der Zeitpfeil verdeutlicht, flieβt Zeit in eine Richtung, d.h. sie schreitet unwiederbringlich voran. Sie ist meβbar, wobei uns die Uhr als Zeitmesser die Beschaffenheit von Zeit vor Augen führt: Sie ist gleichförmig, abstrakt und deshalb quantitativ faβbar. Doch Zeit ist mehr als ein Hilfsmittel zur Organisation unseres modernen Alltagslebens. Zeit — und Raum — stellen zentrale Kategorien der Selbst- und Weltauffassung dar. Wie sehr Zeit in der "westlichen"1 Welt zu einer rationalen Kategorie geworden ist, zeigt anschaulich das folgende Beispiel aus den USA.

Publication details

Published in:

Gabbani-Hedman Sonja (2006) Zeitvorstellungen in Japan: Reflexion über den universalen Zeitbegriff. Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag.

Seiten: 1-8

DOI: 10.1007/978-3-8350-9651-6_1

Referenz:

Gabbani-Hedman Sonja (2006) „Einleitung“, In: S. Gabbani-Hedman (Hrsg.), Zeitvorstellungen in Japan, Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag, 1–8.