Buch | Kapitel
Morenos Philosphie und der Pragmatismus (1999)
pp. 109-117
Abstrakt
Moreno hat sein Projekt in den USA in einer Phase etabliert, als die Politik durch den "New Deal" gekennzeichnet war, einer optimistischen Reformphase, die Intersubjektivität und Solidarität betonte. In dieser Zeit wird der Pragmatismus begründet, ausgehend von Harvard- Gelehrten, die sich 1871-1874 in Cambridge zu einem Diskussionszirkel, dem "Metaphysischen Club" zusammengeschlossen hatten. Dazu gehörten neben Charles Sanders Peirce (1839-1914) (Nagl, 1992) vor allem auch William James (1842-1910) (Diaz-Bone, Schubert, 1996). John Dewey (1859-1952) (Suhr, 1994), der noch bei Peirce Logikvorlesungen gehört hatte, war zudem stark von James' Schriften beeinflusst. Er war bald eng mit Georg Herbert Mead (1963-1931) (Joas, 1989; Wenzel, 1990) befreundet und wirkte mit ihm zusammen zunächst in Ann Arbor, Michigan, wo von Charles Horton Cooley (1864- 1929) ein prägende Wirkung auf Mead ausging. 1894-1905 arbeiteten Dewey und Mead dann zusammen an der Univerität von Chicago. Herbert Blumer (1900-1987) wird 1931 Nachfolger von Mead. Er konzipiert den Symbolischen Interaktionismus und greift dabei vor allem Grundgedanken Meads auf (Helle, 1992; Joas, 1992a, 23ff.).
Publication details
Published in:
Buer Ferdinand (2010) Psychodrama und Gesellschaft: Wege zur sozialen Erneuerung von unten: Reflexionen – Dialoge – Konzepte. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Seiten: 109-117
DOI: 10.1007/978-3-531-92369-7_6
Referenz:
Buer Ferdinand (2010) Morenos Philosphie und der Pragmatismus (1999), In: Psychodrama und Gesellschaft, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 109–117.


