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Der Status der Ethik in der Philosophie der symbolischen Formen
pp. 276-296
Abstrakt
Während es lange üblich war, in Ernst Cassirer einen typischen Vertreter des Marburger Neukantianismus zu sehen, der sich vorwiegend für erkenntnistheoretische Probleme interessiert, wird er heute in erster Linie als ein bedeutender, origineller Kulturphilosoph betrachtet, dessen Denken um Fragen nach dem Status, der Einzigartigkeit und Einheit kultureller Ausdrucksformen kreist. Dies hat auch zur Folge, daß die Beziehung zwischen Cassirers Kulturbegriff einerseits und seinen Vorstellungen über den Status ethischer Normativität andererseits zunehmende Beachtung findet.1 Denn es ist ein charakteristisches Merkmal von Cassirers Philosophie der symbolischen Formen, daß sie — wie Jürgen Habermas in einem im Jahre 1995 gehaltenen Vortrag angemerkt hat — ein deutlich ethisches Profil hat.2 In der Tat scheint die von Cassirer ab den frühen 1920er Jahre in seinen Schriften explizierte Kulturphilosophie ethisch motiviert zu sein.
Publication details
Published in:
Sandkühler Hans Jörg, Pätzold Detlev (2003) Kultur und Symbol: ein Handbuch zur Philosophie Ernst Cassirers. Stuttgart, Metzler.
Seiten: 276-296
DOI: 10.1007/978-3-476-02942-3_13
Referenz:
Jagersma Arend Klaas (2003) „Der Status der Ethik in der Philosophie der symbolischen Formen“, In: H.J. Sandkühler & D. Pätzold (Hrsg.), Kultur und Symbol, Stuttgart, Metzler, 276–296.