Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

Buch | Kapitel

198964

Paradigmenwechsel in der Deutschen Jugendforschung Die Shell-Jugendstudie

Wolfgang Müller

pp. 241-252

Abstrakt

Die Anfänge waren, den Zeiten geschuldet, bemüht aber ärmlich. Es fehlten elementare Techniken der in den USA entwickelten Erhebung von Massendaten. Es fehlte jegliche finanzielle Unterstützung. Dafür gab es einen weit verbreiteten Widerstand, sich von Fremden zu politischen Tatsachen und Meinungen ausfragen zu lassen. Die deutsche Jugendforschung, in den Weimarer Jahren als "Jugendkunde" empirisch angebahnt, musste nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen "Dritten Reiches' in der Tat von vorn anfangen. Dabei standen insbesondere zwei Forschungsfragen im Vordergrund: Was haben Krieg und Kriegsfolgen Mehrheiten und Minderheiten der jungen Generation in Deutschland angetan? Und: Welche Bestände nationalsozialistischer Indoktrinierung bringt diese Generation in den Aufbau eines "neuen Deutschland" ein?

Publication details

Published in:

Mnchmeier Richard, et al. (2004) "Liebe allein genügt nicht": historische und systematische Dimensionen der Sozialpädagogik. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Seiten: 241-252

DOI: 10.1007/978-3-663-10670-8_16

Referenz:

Müller Wolfgang (2004) Paradigmenwechsel in der Deutschen Jugendforschung Die Shell-Jugendstudie, In: "Liebe allein genügt nicht", Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 241–252.