Buch | Kapitel
"Strukturen" und Logik entterritorialer Politik
pp. 179-248
Abstrakt
Bei dem Versuch, die Strukturen und Logik globaler Politik konzeptionell zu bestimmen, herrscht in der Literatur weitgehende Ratlosigkeit. Zwar haben die Diskussionen aus Kapitel I.1. gezeigt, dass in den letzten drei Dekaden der Theorieentwicklung in der Internationalen Politik eine zunehmende Aufmerksamkeit für transnationale Politik entstanden ist. Dies trifft insbesondere für Ansätze der Interdependenztheorie, der Regimetheorie und der sog. Weltpolitik (‚world politics") zu. Doch insoweit diese Theorieansätze weitgehend im Disput mit realistischen, neorealistischen und institutionalistischen Theorievarianten um die theoretisch-konzeptionelle Analyse struktureller Veränderungen in der internationalen Politik — insbesondere nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes — liegen, drehen sich die Diskussionen primär um die Validität bestehender Theorieansätze und ihre Reformulierungen sowie um die Synthetisierung von früher als exklusiv verstandenen Theoremen. Die eigenständige Betrachtung und konzeptionelle (Weiter)Entwicklung transnationaler Politik trat hinter diesen Diskussionen jedoch zurück.
Publication details
Published in:
Behr Hartmut (2004) Entterritoriale Politik: Von den internationalen Beziehungen zur Netzwerkanalyse. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Seiten: 179-248
DOI: 10.1007/978-3-322-80551-5_5
Referenz:
Behr Hartmut (2004) "Strukturen" und Logik entterritorialer Politik, In: Entterritoriale Politik, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 179–248.


