Aufsuchende Soziale Arbeit
pp. 539-556
Abstrakt
Die fachliche Auseinandersetzung zur aufsuchenden Sozialen Arbeit ist weitestgehend in der einschlägigen Debatte um Streetwork und mobile Jugendarbeit der 1980er- und 1990er-Jahre stehen geblieben. Angesichts gewandelter gesellschaftlicher Verhältnisse und neuer raumpolitischer Strategien ist eine reaktualisierende Auseinandersetzung mit aufsuchenden Ansätzen angezeigt. Bezugnehmend auf ein reflexives Verständnis von Sozialraumarbeit zielt dieser Artikel darauf ab, aufsuchende Soziale Arbeit handlungsfeldübergreifend als eine doppelte, raumrelationale Praxis zu konzipieren und für das fachliche Arbeiten in sozialen Situationen nutzbar zu machen. Bezugnehmend auf die gegenwärtige Popularität des sicherheits- und ordnungspolitischen Diskurses wird die strategische Einbettung von aufsuchender Sozialer Arbeit in "öffentlichen Räumen" erörtert sowie Widersprüchlichkeiten und aktuelle Entwicklungen diskutiert.
Publication details
Published in:
Kessl Fabian, Reutlinger Christian (2019) Handbuch Sozialraum: Grundlagen für den Bildungs- und Sozialbereich. Dordrecht, Springer.
Seiten: 539-556
DOI: 10.1007/978-3-531-19983-2_33
Referenz:
Diebäcker Marc (2019) „Aufsuchende Soziale Arbeit“, In: F. Kessl & C. Reutlinger (Hrsg.), Handbuch Sozialraum, Dordrecht, Springer, 539–556.