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Fackelträger
pp. 193-217
Abstrakt
Das Weltall, in das Astronomen schauen, ist großenteils leerer Raum. Eben deshalb können die Astronomen so weit hinausblicken: Nichts versperrt die Sicht, sie können durch ihre Teleskope bis hin zum Ende von Raum und Zeit schauen. Auch nach innen gerichtet ist die Sicht ähnlich. Die Materie selbst scheint zwar fest und dicht, doch ist sie ebenfalls meistens Nichts. Das ist offensichtlich, wenn man bedenkt, daß man bei gutem Wetter in Alaska über 300 km weit sehen kann. Man schaut durch 300 km Luft — durch Milliarden von Stickstoff-, Sauerstoff -und Wassermoleküle und alles andere — und sieht ... gar nichts. Luft ist natürlich weniger dicht als feste Stoffe, aber auch durch feste Stoffe läßt sich hindurchsehen, durch eine Fensterscheibe etwa oder einen Eiswürfel oder einen Brillanten. Wie kommt das? Warum können wir durch manche Dinge hindurchsehen, als ob es sie nicht gäbe? Die Antwort ist, daß materielle Objekte vor allem... Leere sind.
Publication details
Published in:
Regis Ed (1989) Einstein, Gödel & co.: Genialität und Exzentrik — die Princeton-Geschichte. Basel, Birkhäuser.
Seiten: 193-217
DOI: 10.1007/978-3-0348-5272-2_8
Referenz:
Regis Ed (1989) Fackelträger, In: Einstein, Gödel & co., Basel, Birkhäuser, 193–217.


