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Die jüdische Religionsphilosophie nach der europäischen Aufklärung
pp. 190-208
Abstrakt
Bis ins 18. Jh. waren die Juden in den Ländern Europas fast vollständig vom gesellschaftlichen und geistigen Leben ausgeschlossen. Anders als im Mittelalter kam es philosophisch kaum zu nennenswerten Berührungspunkten mit der europäischen Geistesgeschichte. Erst in dem Moment, in dem sich die aufklärerische Idee von der Gleichheit aller Menschen politisch durchsetzt, wird auch den Juden durch die Verleihung der Bürgerrechte der soziale Sonderstatus genommen. Die gesellschaftliche Emanzipation bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die geistige Lage des Judentums, das nun einer grundlegend anderen philosophischen Begriffswelt begegnet als noch zu Zeiten Maimonides". Die philosophische Entwicklung der Neuzeit, die das theologische Denken des Mittelalters ablegt und den Menschen in den Mittelpunkt des Kosmos stellt, war von jüdischer Seite nicht zur Kenntnis genommen worden.
Publication details
Published in:
Grätzel Stephan, et al. (1999) Religionsphilosophie: Lehrbuch Philosophie. Stuttgart, Metzler.
Seiten: 190-208
DOI: 10.1007/978-3-476-05028-1_11
Referenz:
Grätzel Stephan, Kreiner Armin (1999) Die jüdische Religionsphilosophie nach der europäischen Aufklärung, In: Religionsphilosophie, Stuttgart, Metzler, 190–208.


