Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

Buch | Kapitel

223516

Erving Goffman (1922-1982)

Heinz-Günter Vester

pp. 17-36

Abstrakt

Wie wohl nur wenige Soziologen seiner und späterer Generationen hat Erving Goffman die Soziologie beeinflusst. Fraglos hat er die Entwicklung der Soziologie, vielleicht ohne es beabsichtigt zu haben, mitgeprägt. Mikrosoziologie, Interaktionsund Kommunikationsforschung, Ethnomethodologie, Entwicklungen der verstehenden, interpretativen und phänomenologischen Soziologie sowie der qualitativen Sozialforschung sind ohne Goffmans "impact" kaum vorstellbar. Mit dem seit über einem halben Jahrhundert immer wieder neu aufgelegten und in mehrere Sprachen übersetzten Buch The Presentation of Self in Everyday Life (dt.: Wir alle spielen Theater) haben Goffman und einige seiner Begriffe auch jenseits soziologischer Fachgrenzen Popularität erlangt. Wie nur wenige andere Soziologen verschafft Goffman aufgrund der Lebensnähe, Originalität und literarischen Brillanz seiner Texte Einblicke in das mehr oder weniger alltägliche Sozialleben.

Publication details

Published in:

Vester Heinz-Günter (2010) Kompendium der Soziologie III: Neuere soziologische Theorien. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Seiten: 17-36

DOI: 10.1007/978-3-531-92158-7_2

Referenz:

Vester Heinz-Günter (2010) Erving Goffman (1922-1982), In: Kompendium der Soziologie III, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 17–36.