Buch | Kapitel
Max Scheler
eine wissenssoziologische Alternative
pp. 355-381
Abstrakt
Die Soziologie des Wissens lebt von der These der sozialen Bestimmung ihres Gegenstandes. Die Reflexivität, die in diesem ihrem grundlegenden Axiom enthalten ist, erlaubt es, ja sie erzwingt es geradezu, die sozialen Hintergründe der Entstehung der wissenssoziologischen Problemstellung selbst zu thematisieren, wenn man sich ihr in ihren verschiedenen Modi nähern will. Denn oft wird erst durch die Berücksichtigung dieses Hintergrundes eine bisher nur als Fragment eines Denkens dastehende Konzeption mit Sinn erfüllt. Dies gilt besonders im Fall Max Schelers, dessen Soziologie des Wissens, aus diesem Zusammenhang herausgerissen, fast ausschließlich negative Aufnahme fand167, obwohl sie, wie im Folgenden gezeigt wird, durchaus ein Forschungsprogramm darstellt, das weit über den Horizont der "traditionellen", der "Seinsverbundenheit" von Wissen nachgehenden Wissenssoziologie hinausgeht.
Publication details
Published in:
Srubar Ilja (2007) Phänomenologie und soziologische Theorie: Aufsätze zur pragmatischen Lebenswelttheorie. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Seiten: 355-381
DOI: 10.1007/978-3-531-90734-5_15
Referenz:
Srubar Ilja (2007) Max Scheler: eine wissenssoziologische Alternative, In: Phänomenologie und soziologische Theorie, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 355–381.