Buch | Kapitel
Zur Konstitution des musikalischen Gegenstandes
pp. 3-27
Abstrakt
Was ist ein musikalischer Gegenstand? Gibt es dergleichen — und, wenn ja, wie ist das möglich? — Ausgehend von aktuellen (oder auch schon wieder halb vergessenen) Debatten in der philosophischen Ästhetik, Ontologie und Erkenntnistheorie werden im folgenden einige propädeutische Überlegungen über die Konstitution des musikalischen Gegenstandes angestellt, um an die anspruchsvolle Praxis der Musik-Analyse, die ich bestenfalls als Zaungast beobachten kann,1 schließlich eine einzige laienhafte, vielleicht sogar banausische Frage zu stellen: Inwiefern trägt das Reden über Musik dazu bei, den Gegenstand, auf den es sich bezieht und den es als Musik (oder in der Musik) zu entdecken sucht, in den Zügen, für die es sich interessiert, allererst wirklich werden zu lassen? Andersherum gefragt: Wie muß der musikalische Gegenstand verfaßt sein, wenn unsere Intuition, daß Musik-Analysen manchmal ein uns vordem schon irgendwie bekanntes Stück Musik in einem neuen Licht sehen lassen (und daß manche Musik-Analysen objektiv falsch sind), mehr sein sollte als pure Ideologie?
Publication details
Published in:
Polth Michael, Schwab-Felisch Oliver, Thorau Christian (2000) Klang — Struktur — Metapher: Musikalische Analyse zwischen Phänomen und Begriff. Stuttgart, Metzler.
Seiten: 3-27
DOI: 10.1007/978-3-476-01901-1_1
Referenz:
Ortland Eberhard (2000) „Zur Konstitution des musikalischen Gegenstandes“, In: M. Polth, O. Schwab-Felisch & C. Thorau (Hrsg.), Klang — Struktur — Metapher, Stuttgart, Metzler, 3–27.