Buch | Kapitel
Vorbemerkungen
pp. 159-160
Abstrakt
«Psychische Kausalität» lautet die Überschrift der ersten Arbeit, die E. Stein 1922 in Husserls «Jahrbuch für Philosophie und phänomenologische Forschung» veröffentlichte.1 Bereits der Titel lässt aufhorchen: Was haben zwei inhaltlich derart verschiedene Begriffe wie «Kausalität» und «Psyche» miteinander zu tun? Soll durch das Verknüpfen von kausal und psychisch impliziert werden, dass mentale Prozesse als rein neurophysiologische Abläufe anzusehen und unter Kausalzusammenhänge materieller, naturwissenschaflich erforschbarer Ereignisse einzuordnen sind? Beansprucht Kausalität, dass etwas eintreten muss, oder gibt es kausale Verknüpfungen ohne Notwendigkeit? Gleich in der Einleitung weist E. Stein auf die reichlich vorhandene («fast unübersehbare») Literatur zu dieser Thematik hin, was ja nicht verwunderlich sei, denn es verbänden sich hiermit «höchste philosophische Fragen»2.
Publication details
Published in:
Imhof Beat W. (1987) Edith Steins philosophische Entwicklung: Leben und Werk. Dordrecht, Springer.
Seiten: 159-160
DOI: 10.1007/978-3-0348-6514-2_8
Referenz:
Imhof Beat W. (1987) Vorbemerkungen, In: Edith Steins philosophische Entwicklung, Dordrecht, Springer, 159–160.


