Buch | Kapitel
Zur Bestimmung des Menschen durch die doppelte Gesetzlichkeit von Kausalität und Motivation
pp. 207-213
Abstrakt
Die bisherige phänomenologische Betrachtung stellte für den reinen Erlebnisbereich eine durch die Notwendigkeit der Lebenskraft bedingte Kausalität in den Vordergrund, für die intentionalen Erlebnisse aber Gesetze der Motivation. Diese klare Trennung von einerseits Passivität (reine Erlebnissphäre) und Kausalitätsgesetzen, andererseits Aktivität (geistiger, intentionaler Bereich) und Motivation entspricht der für die Untersuchung vorgenommenen Trennung, nicht aber der Wirklichkeit. Auch Akte beziehen ihre Energie von der Lebenskraft, sind somit ebenfalls kausal bedingt: «Ja gerade diese Erlebnisse, die im eigentlichen Sinne ‹vollzogen› werden, zeigen mit besonderer Deutlichkeit die ‹Spannkraft› das Erlebens. Je frischer ich mich fühle, desto ‹wacher› blickt mein ‹geistiges Auge›, desto intensiver ist die Richtung auf die Objekte, desto lebhafter die Auffassung.»1
Publication details
Published in:
Imhof Beat W. (1987) Edith Steins philosophische Entwicklung: Leben und Werk. Dordrecht, Springer.
Seiten: 207-213
DOI: 10.1007/978-3-0348-6514-2_15
Referenz:
Imhof Beat W. (1987) Zur Bestimmung des Menschen durch die doppelte Gesetzlichkeit von Kausalität und Motivation, In: Edith Steins philosophische Entwicklung, Dordrecht, Springer, 207–213.


