Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

Buch | Kapitel

198953

Die Bewältigung struktureller Widersprüche im beruflichen Alltag

Ulrike Urban

pp. 83-96

Abstrakt

Professionelles Handeln in den vielfältigen Bereichen der Sozialen Arbeit findet stets statt im strukturellen Widerspruch zwischen Hilfe und Kontrolle, zwischen individuellen Bedürfnissen der Adressat/innen und normativen Ansprüchen der Gesellschaft, zwischen Emanzipation und Integration. Diese Struktur wird in einigen Bereichen offensichtlicher, wie etwa in der Jugendgerichtshilfe, in anderen ist sie unauffälliger, wie etwa in der offenen Jugendarbeit. Der vorliegende Beitrag widmet sich dem professionellen Handeln in diesem Widerspruch am Beispiel der sozialpädagogischen Entscheidungsfindung im Jugendamt. Die bekannte Frage "Wie würden Sie entscheiden?" bekommt hier eine neue Bedeutung: Nicht: "Welche Entscheidung würden Sie fallen?" ist wichtig, sondern: "Wie würden Sie die Entscheidung treffen? Auf welchem Weg würden Sie zu einer Entscheidung kommen?"

Publication details

Published in:

Mnchmeier Richard, et al. (2004) "Liebe allein genügt nicht": historische und systematische Dimensionen der Sozialpädagogik. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Seiten: 83-96

DOI: 10.1007/978-3-663-10670-8_5

Referenz:

Urban Ulrike (2004) Die Bewältigung struktureller Widersprüche im beruflichen Alltag, In: "Liebe allein genügt nicht", Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 83–96.