Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

Buch | Kapitel

198971

Selbstaufklärung notwendig!

Ein Jugendverband stellt sich dem Dialog mit der Jugendforschung

Mike Corsa

pp. 353-363

Abstrakt

Die Fragestellung, die hinter dieser Headline steht, nämlich ob und wie viel aufklärende wissenschaftlich begründete Forschung Jugendverbände und das ganze Feld der Kinder- und Jugendarbeit nötig haben, ließe sich schnell abtun mit dem bauernschlauen Hinweis far die bewegte Geschichte von Jugendverbänden "Totgesagte leben länger". Man mag sie schon gar nicht mehr alle aufzählen, diese Endzeitreden der letzten 20 bis 30 Jahre über Jugendverbände, verbunden mit dem Abgesang auf eine wichtige, oft unterschätzte Selbstorganisation junger Menschen. Entgegen vielen Prognosen existieren sie im 21. Jahrhundert noch sehr jugendlich, sehr lebendig, sehr beständig. Dafür gibt es vielfältige Hinweise, seien es die vielen Gruppen der Pfadfinder, der Evangelischen und Katholischen Jugend, der Falken, die in Ferienzeiten auf ihren Wegen zu Ferienlagern und Camps auf den Bahnhöfen und den ICE-Zügen anzutreffen sind, sei es der schon kenntnisgeleitete Blick in die amtliche Jugendhilfestatistik, die trotz ihrer Erhebungsbeschränkungen aufzeigt, das gut zwei Drittel der öffentlich geförderten Maßnahmen in der Kinder- und Jugendarbeit im ganzen Bundesgebiet von Jugendverbänden getragen werden. Dabei wird das Kennzeichnende, die vielen alltäglichen Gruppenangebote, gar nicht berücksichtigt.

Publication details

Published in:

Mnchmeier Richard, et al. (2004) "Liebe allein genügt nicht": historische und systematische Dimensionen der Sozialpädagogik. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Seiten: 353-363

DOI: 10.1007/978-3-663-10670-8_23

Referenz:

Corsa Mike (2004) Selbstaufklärung notwendig!: Ein Jugendverband stellt sich dem Dialog mit der Jugendforschung, In: "Liebe allein genügt nicht", Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 353–363.