Von Spitzeln, Zeitbomben und der sozialen Feuerwehr
pp. 283-299
Abstrakt
Im vorliegenden Beitrag gehen wir davon aus, dass es eine spezifisch erziehungswissenschaftliche Diskursforschung nicht geben kann. Vielmehr sind Diskursanalysen ein Forschungsinstrumentarium, das für unterschiedliche Zwecke nutzbar gemacht werden kann, u. a. zur Beantwortung von Fragen, die um ‚Erziehung" kreisen. ‚Erziehung" ist insofern ein besonders ertragreicher Erkenntnisbereich, als an ihrem Beispiel produktive ebenso wie restringierende Machtformen sichtbar werden (vgl. Foucault 1998, 2002: 566). Erziehung legt Grenzen des Legitimen und Illegitimen fest, sie reguliert Subjektformen und stellt auf der Basis von Normierungen Beziehungen zwischen Subjekten her. Derartige Schnittstellen zwischen dem ,Normalen" und dem ,Anormalen", dem ,Legitimen" und ,Illegitimen" sind, wie Foucault (1987: 245) ausführt, besonders aufschlussreich, um zu verstehen, was Normalität und Macht bedeuten können.
Publication details
Published in:
Fegter Susann, Kessl Fabian, Langer Antje, Ott Marion, Rothe Daniela, Wrana Daniel (2015) Erziehungswissenschaftliche Diskursforschung: empirische Analysen zu Bildungs- und Erziehungsverhältnissen. Dordrecht, Springer.
Seiten: 283-299
DOI: 10.1007/978-3-531-18738-9_15
Referenz:
Dollinger Bernd, Rudolph Matthias, Schmidt-Semisch Henning, Urban Monika (2015) „Von Spitzeln, Zeitbomben und der sozialen Feuerwehr“, In: S. Fegter, F. Kessl, A. Langer, M. Ott, D. Rothe & D. Wrana (Hrsg.), Erziehungswissenschaftliche Diskursforschung, Dordrecht, Springer, 283–299.