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"Das feste Land wird auf allen Gebieten verlassen" — Arnolt Bronnen als Medienautor (1920–1942)
pp. 54-73
Abstrakt
In Hans Mayers nach wie vor aufschlußreichem Essay über Arnolt Bronnen (1895–1959) bezeichnet der Literaturhistoriker den Dichter als einen "romantischen Schriftsteller", der im Zeichen eines "immerwährenden Occasionalismus' gelebt und geschrieben habe.1 Überträgt man den Begriff "Occassionalismus' von der philosophischen auf die lebensweltliche Ebene, dann trifft er ein Merkmal, das das Verhältnis Arnolt Bronnens zur Medienrealität seiner Zeit charakterisiert. "Bei Gelegenheit" die Zeichen der Zeit frühzeitig zu erkennen und parat zu stehen, um sich — ungeachtet der jeweils politischen Landschaft — in den Konnex der fortgeschrittensten Medien "einzuklinken", gehörte zu den bemerkenswertesten Eigenschaften dieses Schriftstellers, der als Stückeschreiber fur die Bühne, als Lohnschreiber für den Film, als Auftragsschreiber für die Tagespresse, als Rundfunkdramaturg bei der Berliner Funk-Stunde und schließlich als Pionier beim Fernsehen zu den exponiertesten und auch umstrittensten Vertretern des aufkommenden Medienzeitalters gehört.
Publication details
Published in:
Döring Jörg, Jäger Christian, Wegmann Thomas (1996) Verkehrsformen und Schreibverhältnisse: Medialer Wandel als Gegenstand und Bedingung von Literatur im 20. Jahrhundert. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Seiten: 54-73
DOI: 10.1007/978-3-322-95656-9_5
Referenz:
Baureithel Ulrike (1996) „"Das feste Land wird auf allen Gebieten verlassen" — Arnolt Bronnen als Medienautor (1920–1942)“, In: J. Döring, C. Jäger & T. Wegmann (Hrsg.), Verkehrsformen und Schreibverhältnisse, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 54–73.