Soziale Bewegung
pp. 359-380
Abstrakt
Soziale Bewegung und Raum sind vielfach aufeinander bezogen: Bewegung impliziert einen Raum oder ein Feld, indem sie sich ereignen und realisieren kann. Auseinandersetzungen um Sozialraum wiederum nehmen nicht zuletzt auf Wissen, Erfahrungen und konkrete (Selbst-)Organisationsformen aus dem Kontext Sozialer Bewegungen Bezug. Der Beitrag rekonstruiert die konkreten wie symbolischen Raumbezüge Sozialer Bewegungen. Zunächst wird Soziale Bewegung als Phänomen skizziert – nicht zuletzt in der Absicht, auch die energetische Qualität von Bewegung im gesellschaftlichen Raum wahrnehmbar zu machen. Im zweiten Schritt erfolgt eine systematisierende Annäherung. Dabei bringt es die Fluidität Sozialer Bewegungen mit sich, dass auch hier immer wieder ein Übergang vom Begriff ‚ins Bild", in die Praxis, in den Prozess erfolgt, denn Räumlichkeit wird in den Anlässen, Themen, Visionen und konkreten Praktiken der Bewegungen besonders deutlich. Im dritten Schritt wird die Frage der Instrumentalisierbarkeit des transformativen Potenzials Sozialer Bewegungen reflektiert und ein Hinweis auf mögliche Rekonzeptualisierungen von Opposition im gesellschaftlichen Raum gegeben. Der Ausblick schließlich bezieht sich auf die Unabdingbarkeit konkreter Orte für die Möglichkeit sozialer Kämpfe.
Publication details
Published in:
Kessl Fabian, Reutlinger Christian (2019) Handbuch Sozialraum: Grundlagen für den Bildungs- und Sozialbereich. Dordrecht, Springer.
Seiten: 359-380
DOI: 10.1007/978-3-531-19983-2_22
Referenz:
Maurer Susanne (2019) „Soziale Bewegung“, In: F. Kessl & C. Reutlinger (Hrsg.), Handbuch Sozialraum, Dordrecht, Springer, 359–380.