Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

Buch | Kapitel

219332

Das Phänomen der Qualität

Wendelin M. Küpers

pp. 216-255

Abstrakt

Qualität erweist sich als komplexes Phänomen. Je nach Verständnis und Perspektive der Betrachtung ergibt sich eine qualitativ verschiedene Interpretation. Wie kann das mehrdeutige Qualitätsphänomen angegangen werden? Bereits die Wortherkunft von "Qualität" zeigt die Ambivalenz des Begr1ffs. Der lateinische Wortstamm "qualis", fragt nach der Art und Weise der Beschaffenheit. "Qualitas' bezieht sich sowohl auf die Eigenschaft bzw. Beschaffenheit wie auf ein Verhältnis zu Dingen oder Prozessen. Qualität scheint demnach substantielle und prozessuale Dimensionen in sich zu tragen. Doch kommt Objekten eine eindeutig bestimmbare qualitative Substanz zu? Kann es so etwas wie ein "Wesen" der Qualität geben? Ist Qualität das, was ein Subjekt den Objekten bewußt zuweist? Oder ist Qualität ein präreflexives und vorgängiges Ereignis aus dem erst "Subjekt" und "Objekt"; subjektives Qualitätserleben und objektive Qualitätsmerkmale emergieren? Kann Qualität metaphysisch festgelegt werden oder entzieht sie sich in ihrem dynamischen Ereignen jeglicher Definition? Wie kann Qualität methodisch bestimmt werden? Wie sind für das fraglichen Qualtätsereignis mögliche Bezüge auf die (zwischen-)leiblichen und sprachlichen Dimensionen des Dienstleistungsgeschehen zu denken?

Publication details

Published in:

Küpers Wendelin M. (1999) Phänomenologie der Dienstleistungsqualität. Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag.

Seiten: 216-255

DOI: 10.1007/978-3-663-08852-3_6

Referenz:

Küpers Wendelin M. (1999) Das Phänomen der Qualität, In: Phänomenologie der Dienstleistungsqualität, Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag, 216–255.