Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

Buch | Kapitel

222734

Sehnsuchtsort Wildnis

Bernd HerrmannJörn Sieglerschmidt

pp. 41-43

Abstrakt

Nach antiker Vorstellung wäre es die Aufgabe des Menschen, die chaotisch vorgegebene Natur zu ordnen. Letztlich sind Kolonisierungsflächen immer Flächen, die auch menschlicher Arbeitsökonomie entsprechen. Auf ihnen werden genutzte naturale Ressourcen geordnet verwaltet. Vorindustrielle Höhepunkte dieser Entwicklung sind die herrschaftlichen Barockgärten, heute sind es die maschinenbewirtschafteten Anbauflächen der Agrarindustrie. In jedem Falle bedeutet es das Ende der Wildnis im Sinne einer sich selbst überlassenen Natur ohne menschliche Eingriffe (Abb. 16.1).

Publication details

Published in:

Herrmann Bernd, Sieglerschmidt Jörn (2017) Umweltgeschichte in Beispielen. Dordrecht, Springer.

Seiten: 41-43

DOI: 10.1007/978-3-658-15433-2_16

Referenz:

Herrmann Bernd, Sieglerschmidt Jörn (2017) Sehnsuchtsort Wildnis, In: Umweltgeschichte in Beispielen, Dordrecht, Springer, 41–43.