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Junge Erwachsene im Übergang in den Beruf Befunde aus europäisch-vergleichender Perspektive
pp. 297-312
Abstrakt
Ein in der Jugendforschung viel behandeltes Thema ist das des Übergangs von der Jugend ins Erwachsenenleben. Dieser Übergang wurde schon immer als eine der ereignisreichsten Lebensphasen angesehen, auch wenn wir der "Sturm und Drang" Theorie heute nicht mehr anhängen. Vielmehr gehen unsere theoretischen und empirischen Anstrengungen dahin, diesen Übergang in den gesamten Lebenslauf des Individuums einzubetten und in einen engen Zusammenhang mit gesellschaftlichem Wandel zu stellen. Jungen und Mädchen, junge Manner und junge Frauen, müssen innerhalb einer Reihe von Jahren weitreichende Entscheidungen treffen, von denen sie zwar wissen, dass sie ihr Leben bestimmen werden, von denen sie aber gleichzeitig auch wissen, dass sie sie treffen müssen, ohne deren Konsequenzen übersehen zu können. Dies trifft insbesondere für Schulwahl und Berufsausbildung zu. Der Wandel von Industrie- in postindustrielle und posttraditionale Gesellschaften betrifft alle europäischen Lander, wenn auch mit großen Unterschieden und Ungleichzeitigkeiten.2 Die von diesem Wandel betroffenen Jugendlichen müssen heute ganz andere Entwicklungsaufgaben bewältigen als noch ihre Eltern. Ihr Lebenslauf liegt weniger klar vor ihnen, und er ist anders strukturiert als in vorangegangenen Generationen.
Publication details
Published in:
Mnchmeier Richard, et al. (2004) "Liebe allein genügt nicht": historische und systematische Dimensionen der Sozialpädagogik. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Seiten: 297-312
DOI: 10.1007/978-3-663-10670-8_19
Referenz:
du Bois-Reymond Manuela (2004) Junge Erwachsene im Übergang in den Beruf Befunde aus europäisch-vergleichender Perspektive, In: "Liebe allein genügt nicht", Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 297–312.


