Deutsche Gesellschaft
für phänomenologische Forschung

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204886

Verstehen als Verständnis

Iris Wittenbecher

pp. 110-129

Abstrakt

Luhmanns Definition, von Verstehen dann zu sprechen, "wenn ein System ein anderes auf seine Selbstreferenz hin beobachtet" (SvS: 88), läßt sich zwar mit der allgemeinen, für alle Systemarten geltenden operativen Funktion des Verstehens erklären, nämlich als Beobachtung erster Ordnung eine Mitteilung von ihrer Information zu unterscheiden. Doch der operative, differenztheoretisch gefaßte Verstehensbegriff bezieht sich nur auf Kommunikation als Kommunikation. Er läßt außer Acht, daß Kommunikation sich selbstsimplifizierend als Handlung, die sie auf Personen zurechnet, beschreibt.

Publication details

Published in:

Wittenbecher Iris (1999) Verstehen ohne zu verstehen: soziologische Systemtheorie und Hermeneutik in vergleichender Differenz. Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag.

Seiten: 110-129

DOI: 10.1007/978-3-663-09107-3_5

Referenz:

Wittenbecher Iris (1999) Verstehen als Verständnis, In: Verstehen ohne zu verstehen, Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag, 110–129.